Portrait

Wissenswertes

Raron und St. German – zwei Ortschaften, eine Gemeinde. Dazwischen – als verbindendes Glied in der Landschaftskette – der Heidenbiel.

Die politische Gemeinde Raron besteht aus den Dorfschaften Raron und St. German. Durch eine rege Bautätigkeit in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich Raron zur acht grössten Gemeinde des Oberwallis entwickelt.

Ein allererster Blick in die Runde zeigt, wie sehr Raron heute im Spannungsfeld der zwei grössten Walliser Industrien Lonza und Alcan liegt.

Im Übrigen ist sehr gut erkenntlich, wie Raron im Laufe der Zeit eine Wohnsiedlung geworden ist, die zum einen Teil aus alten, stolzen Herrschafthäusern besteht, zum andern aus bescheidenen Landwirtschaftsbauten sowie aus Wohnhäusern moderner und modernster architektonischer Ausgestaltung.

Hat sich das örtliche Leben früher an der Halde und am Fusse des Burgfelsens abgespielt, unter anderem zum Schutz vor den steten Überschwemmungen von Rotten und Bietschbach, so ist heute praktisch die ganze Talebene überbaut.

St. German darf sich rühmen, das schmucke Landwirtschaftsdorf - mit besonderem Akzent auf Weinbau - zu sein.

Durch die Landschaftsaufbereitung ist die Grundlage geschaffen worden, dass Raron aus dem seinerzeitigen berühmten Herrschafts- und Adelssitz zu einem modernen Kleinindustrie- und Gewerbeort wurde.

 

Karte

Geschichte

Burgkirche St. Romanus

Nach den Überschwemmungen des Bietschbachs in den Jahren 1414 und 1494 war die Dorfkirche unten «auf dem Biel» so beschädigt, dass man sich 1505 unter massgeblichem Einfluss des damaligen Bischofs und späteren Kardinals Matthäus Schiner entschloss, droben auf dem Burghügel die neue Kirche zu bauen.Durch den Prismeller Baumeister Ulrich Ruffiner entstand zwischen 1512–1518 um den alten Palas, die «nova turris» die neue Pfarrkirche. Die letzte Restaurierung erfolgte im Jahre 1970–1972. Deren Finanzierung wurde durch die Firma LONZA AG anlässlich ihres 75-jährigen Firmenbestehens, den Bund und den Kanton Wallis bestritten.

Interessierte erhalten auf dem Gemeindebüro zum Preise von CHF 5.– eine Broschüre zur Burgkirche, herausgegeben von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte.

 

Rilkegrab - Grabstätte Rainer Maria Rilke

Die Grabstätte des Dichters und Lyrikers Rainer Maria Rilke befindet sich auf der Südseite der Burgkirche und wird von einer grossen Anzahl Verehrern alljährlich besucht.

Grabspruch der Rilkegrabstätte:
Rose, oh reiner Widerspruch,
Lust, Niemandes Schlaf
zu sein unter soviel Lidern.

 

turris antiqua / mittelalterlicher Wohnturm / altes Zendenratshaus auf der Burg

Das Viztumschloss aus dem 12. Jahrhundert wird 1268 erstmals erwähnt. Schon vor 1146 sind die Herren von Opelingen – Riggisberg Grundherren zu «rarun». Der strenge Quaderbau gilt als der besterhaltene und wohl schönste Zeuge romanischer Profanbaukunst im Wallis.

 

Altes Pfarrhaus / Museum auf der Burg

Was das zur Burgkirche gehörende alte Pfarrhaus betrifft, fehlen Angaben hinsichtlich des Baumeisters. Gebaut wurde es vermutlich zwölf bis fünfzehn Jahre nach der Fertigstellung der Pfarrkirche. Der Gedanke scheint naheliegend, auch diesen Bau mit dem Namen Ulrich Ruffiner zu verknüpfen. Eventuell lieferte das Material zur Errichtung dieses Zweckbaus der Schutt der zerstörten Burg der Freiherren von Raron.

Im Alten Pfarrhaus befindet sich das heutige «Museum auf der Burg».

 

Felsenkirche St. Michael

Die Felsenkirche St. Michael wurde 1974 nach 3-jähriger Bautätigkeit unter der Leitung des Architekten Donat Ruff fertig gestellt. Sie ist europaweit eines der jüngsten und eindrücklichsten Beispiele der jahrtausendealten Felsarchitektur. Das Kircheninnere im Burghügel wurde künstlich aus dem Fels gebrochen.

Mit 500 Sitzplätzen ist die Michaelskirche das grösste Gotteshaus der Neuzeit, das sich vollumfänglich im Felseninnern befindet. Dieser architektonische Wurf ist einmalig, zumal hier Schönheit und Zweckmässigkeit, Natur und Kultur, Tradition und Moderne in Harmonie vereint sind. Das gelungene Übereinander von alter und neuer Kirche trägt wesentlich zum interessanten Dorfbild bei.

Maxenhaus

Das anno 1547/48 von Melchior Ruffiner, dem Sohn Ulrichs, für den Landvogt von Evian und Bannerherrn des Zenden Raron, Stephan Maxen, erbaute Wohnhaus grenzt auf der Nordseite herrschaftlich den Dorfplatz ab. Die 1702 errichteten Arkaden liegen im untersten Stockwerk fast bis zu den Säulenkapitellen unter den Bietschbachaufschüttungen begraben. Die Loggienausbildungen weisen eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit dem Stockalperschloss in Brig oder dem Burgenerhaus in Visp auf. Nebst der Burgkirche, dem Wahrzeichen von Raron, wird das Maxenhaus von den zahlreichen Touristen wohl am häufigsten in ihren Fotokameras mit nach Hause genommen.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten

  • Zmilacherhaus
  • Zentriegenhaus
  • Gattlenhaus
  • Asperlinturm

 

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Textquelle: Gemeindeverwaltung Raron und Wikipedia. Bildquelle: Gemeinde Raron  / adobeStock / Wikipedia. Alle Angaben ohne Gewähr.